Videos können nie alle Bildinhalte wiedergeben. Besonders relevant kann die Schärfe eines Videos z.B. bei einer Aufnahme eines Verbrechens sein. Natürlich gibt es viele weitere Anwendungsgebiete, für eine Neuberechnung der Pixel für eine höhere Auflösung. Die Berechnung eines „matschigen“ Bildes zu einem klaren Bild kann unter Umständen so aufwändig sein, dass sich nur besonders wichtige und kurze Aufzeichnungen lohnen.

Alte Kameras zeichnen Verbrechen in schlechtere Qualität auf

Selbst aktuelle Überwachungskameras zeichnen nicht immer in hohen Auflösungen auf. Ein Grund dafür ist der begrenzte Speicherplatz. Die später wichtigen Details können sich in den Videos aber auch weit im Hintergrund befinden, wodurch Details verschwommen erscheinen und für eine ausreichende Schärfe nicht mehr genug Bildinformationen enthalten. In solchen Fällen scheint / kenn es unmöglich sein, die Videoinhalte wieder zu rekonstruieren.

Welche Videos eigenen sich zur neuen Methode der Rekonstruktion von Pixeln?

Besonders geeignet sind:

  • Kurze Videos – kurze Video-Sequenzen von Relevanz – Videos, in denen ein wichtiges Detail erkannt werden muss, z.B. Nummernschild. Obwohl natürlich immer gilt – je mehr Videomaterial -> desto mehr Informationen. Es gilt aber auch – je mehr Videomaterial -> desto aufwändiger kann die Rekonstruktion sein.
  • Videos in denen das relevante Detail in gleichbleibender Stellung / im gleichbleibenden Winkeln zur Kamera bleibt
  • Videos, welche die zu verschärfenden Elemente mit mehreren Pixeln in Höhe und Breite darstellt. Dies steh in Abhängigkeit zu weiteren Faktoren.

Beispielvideo: Ein Kennzeichen / Nummernschild am Auto soll scharf gestellt werden

Solch ein Fall könnte die beste Grundlage einer Pixelrekonstruktion ein. Das Fahrzeug fährt z.B. von links nach rechts durchs Bild. Für eine Sekunde ist das Kennzeichen verschwommen zu sehen, aber eine „normale“ Verschärfung der Aufnahme lässt das Kennzeichen nicht leserlich erscheinen.

Hier könnte die neue Methode der Pixelrekonstruktion greifen. Es ist eine kurze Aufnahme, wobei das zu verschärfende Detail seinen Winkel zu Kamera nicht übermäßig verändert. In so einer kurzen Aufnahme sollten die Lichtverhältnisse und weitere Faktoren ausreichend gleichbleibend sein.

Schwieriger bis nicht geeignete Aufnahmen sind:

  • Aufnahmen, bei denen die Details nur ein, zwei Pixel in Höhe und Breite haben.
  • Details sollen verschärft werden, welche sich im Video drehen. Drehende Objekte bedeuten sich stark ändernde Lichtverhältnisse auf dem Objekt und ergeben weniger Informationen für einen entsprechenden Winkel.
  • Videos, bei denen ein Codec die Aufnahme so umgerechnet hat, dass im Nachhinein zusammengerechnete Pixel sich nicht nachvollziehen lassen.

Beispielvideo: Verbrecher dreht sein Gesicht vor der Kamera

In einem Gesicht ist 3D, also Höhen und Tiefen, für das Video sehr wichtig, wenn es um das Verschärfen geht. Das Gesicht wird beim Drehen stark verändernde Schatten auf der Haut haben. Dazu fehlt die eine gleichbleibende Perspektive, welche uns mehr und gleichbleibende Informationen gibt.

Ein Gesicht in Bewegung und gleichbleibendem Winkel zur Kamera wiederum könnte bessere Informationen für eine Verbesserung des Bildmaterials enthalten.

Jedes Video muss separat auf die Qualität und die Möglichkeiten einer Verschärfung beurteilt werden

Im Vorfeld kann nicht pauschal beschrieben werden, welche Aufzeichnungen für die Pixelrekonstruktion geeignet sind. Evtl. geben auch drehende Objekte die nötigen Informationen her.

Für die endgültige Beurteilung des Videos wird die Originalaufnahme, die Geodaten, Datum und Zeit und das Kameramodell mit Aufzeichnungsart (Codec) benötigt.

Noch wahrscheinlicher wird die Rekonstruktion, wenn abhängig vom zu verschärfenden Detail weitere Informationen und Material zur Verfügung stehen. Das könnte z.B. ein nachgestelltes Video als Referenz sein.

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